Göttinger Hundesport - Freunde e.V.
Verein für Basisarbeit und Hundesport

Warum Turnierhundsport?

Im Gegensatz zum Agility wird Turnierhundsport leider immer noch weit weniger in den Medien erwähnt und ist somit für viele Menschen unbekannt. Dabei ist Turnierhundsport das perfekte Zusammenspiel aus Gehorsam und Gerätetraining und bietet somit eine Vielzahl an Möglichkeiten und Herausforderungen für Mensch und Hund.
Turnierhundsport ist grundsätzlich für jeden erwachsenen und gesunden Hund geeignet, egal welcher Rasse er angehört.
Sie haben auch Lust mit Ihrem Hund gemeinsam aktiv zu werden? Dann kommen Sie doch gerne einmal zum Probetraining bei uns vorbei.

Was ist Turnierhundsport?

Turnierhundsport ist der Oberbegriff für 7 verschiedene Einzeldisziplinen die dieser Sport bereit hält. Für einige dieser Disziplinen ist eine Begleithundprüfung voraussetzung, aber nicht für alle. Im Gegensatz zum Agility ist der Aufbau der Parcours im Turnierhundsport beim Wettkampf immer der Gleiche.

Vierkampf 1, 2 und 3

Das Herzstück des Turnierhundsports ist der Vierkampf. Seit dem 01.04.2013 ist er in 3 Klassen unterteilt. Der Vierkampf setzt sich aus folgenden Teilen zusammen:

Unterordnung

Egal für welche Hundesportart man sich entscheidet, ohne Gehorsam läuft gar nichts. Deshalb gehören zum Beispiel die Leinenführigkeit, Freifolge, Sitz- und Platzübung und beim Vierkampf 2 und 3 auch die Stehübung zum Gehorsam.

Slalom

Beim Slalom müssen Hundeführer und Hund, am besten gleichzeitig, durch insgesamt 7 Slalom Tore laufen. Die Slalomstrecke variiert in den unterschiedlichen Vierkampfklassen zwischen 55 und 75 Metern.

Hürdenlauf

Der Hundeführer muss gemeinsam mit seinem Hund eine Strecke von 60m im VK 1 und 2 oder 80m im VK 3 zurücklegen. Dabei muss der Hund unmittelbar neben dem Hundeführer laufen. Der Hund muss über 4 Hürden in 30cm Höhe springen. Beim VK 3 sind es 6 Hürden mit 40cm Höhe. Im VK 1 darf der Hundeführer mit über die Hürden springen, bei VK 2 und 3 muss er mit drüber springen.

Hindernislauf

Der Hindernislauf ist 75m lang. Hierbei stehen auf dem Weg vom Start zum Ziel 8 festgelegte Hindernisse die der Hund überwinden muss. Anders als beim Hürdenlauf muss der Hund hierbei nicht auf gleicher Höhe mit dem Hundeführer sein.

Combinations Speed Cup (CSC)

Der CSC ist eine Art Staffellauf im Hundesport. Man findet hier alle Geräte die im Turnierhundsport eingesetzt werden wieder. Eine CSC Mannschaft besteht aus 3 Hund-Mensch Teams. Der Parcours ist in 3 Sektionen eingeteilt und jeder Hundeführer steht mit seinem Hund an der ihm zugewiesenen Startposition und darf dort erst los laufen wenn der vorherige Läufer seiner Mannschaft das Ziel erreicht hat und der Pfiff ertönt.

Geländelauf 1000 m, 2000 m und 5000 m

Da fast jeder gesunde Hund, egal ob Rassehund oder Mischling, groß oder klein, von sich aus die Voraussetzungen zum Lauftraining mitbringt, ist der Einstieg in diese Disziplin verhältnismäßig einfach. Die Laufstrecke, häufig durch Wald und Flur und selten asphaltiert, wird mit angeleinten Hund bewältigt. Im Idealfall läuft der Hund ohne zu ziehen oder zu zerren an lockerer Leine neben seinem Zweibeiner.

Hindernislauf

Der Hindernislauf als Einzeldisziplin ist die ideale Möglichkeit erste Erfahrungen im Turnierhundsport zu sammeln. Diese Disziplin ist identisch mit dem Hindernislauf aus dem Vierkampf (siehe oben). Die Wertung ist unterteilt in männlich/weiblich (Hundeführer) und größer/kleiner 50 cm (Hunde).

Shorty

Der Shorty ist eine weitere Mannschaftssportart im Turnierhundsport. Hierbei besteht die Mannschaft aus 2 Teams. Die Parcours bestehen aus jeweils 5 Geräten und werden parallel zueinander aufgestellt. Jeder Hundeführer steht je nach Sektion an seinem Startpunkt bereit. Nachdem der erste Starter im Ziel ist, ertönt ein Pfiff und der zweite Läufer darf starten.

Dreikampf

Der Dreikampf setzt sich aus den 3 Laufdisziplinen (Slalom, Hürdenlauf und Hindernislauf) des Vierkampf 1 zusammen.

K.O. - Cup

Zwei Teams kämpfen auf zwei baugleichen Parcours gegeneinander. Hierbei ist Gerätesicherheit des Hundes manchmal entscheidender als Schnelligkeit. Sollte der Hund oder Hundeführer ein Hindernis auslassen, muss dieses so oft wiederholt werden, bis es korrekt ausgeführt wurde. Die Wertung erfolgt im K.O. - System: Wer zuerst ins Ziel kommt, ist eine Runde weiter. Der Parcours darf beliebig aus allen Turnierhundsportgeräten zusammengestellt werden. Hier ein Beispiel: